Ergebnisse der Studentenbefragung an den Universitäten der Bundeswehr Hamburg und München vorgelegt

Strausberg, 15.03.2010.
Das Sozialwissenschaftliche Institut hat im März 2010 seinen Forschungsbericht zur repräsentativen Studentenbefragung an den beiden Universitäten der Bundeswehr vorgelegt. Zum ersten Mal liegt damit eine wissenschaftliche Untersuchung zu den Studienbedingungen an den beiden Universitäten und zu den Einstellungen der Studierenden vor. Die Ergebnisse zeichnen ein vielschichtiges Bild der Einstellungen der studierenden Offiziere und Offizieranwärter zum Studium, zum Soldatenberuf, zur Bundeswehr und zu gesellschaftspolitischen Fragen.
Hohe Zufriedenheit mit Studienbedingungen
Insgesamt sind rund acht von zehn Studierenden mit ihrem Studium an den Universitäten der Bundeswehr zufrieden. Besonders positiv bewertet werden das wissenschaftliche Fachwissen der Lehrkräfte, die Ausstattung mit Arbeitsmitteln, die Ausstattung der Unterrichtsräume und Labore sowie die Aktualität des vermittelten Wissens. Zwischen den beiden Universitäten gibt es keine signifikanten Unterschiede.
Ausgeprägte Bindung an die Bundeswehr
70 Prozent der Studierenden fühlen sich mit der Bundeswehr „sehr eng verbunden“ oder „eng verbunden“. Der Großteil der studierenden Offiziere und Offizieranwärter identifiziert sich mit dem gewählten Beruf und der Bundeswehr: Acht von zehn Befragten sind stolz darauf, Soldat bzw. Soldatin der Bundeswehr zu sein.
Die Mehrheit der Studierenden hat Vertrauen in die Bundeswehr. Gleichwohl ist bei vielen Studierenden das Vertrauen seit Dienstbeginn zurückgegangen.
Politisches Interesse überdurchschnittlich
Das politische Interesse der Studierenden fällt im Vergleich zur übrigen Bevölkerung relativ hoch aus: 87 Prozent bezeichnen sich als politisch interessiert, zehn Prozentpunkte mehr als in der Gesamtbevölkerung. Die Zustimmung der Studierenden zu spezifischen Politikzielen spiegelt ein mehrheitlich liberal-konservatives Weltbild wider.
mehr Informationen ...
Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung 2009 vorgelegt
Strausberg, 17.02.2010.
Im Forschungsschwerpunkt „Einstellungsforschung und Meinungsumfragen“ ist der Kurzbericht über das aktuelle sicherheits- und verteidigungspolitische Meinungsklima der Bundesrepublik Deutschland im Oktober/November 2009 erschienen.
Die Ergebnisse der repräsentativen Bevölkerungsbefragung verdeutlichen, dass das Vertrauen der Bevölkerung in die Bundeswehr unverändert hoch ist. Etwa neun von zehn Bundesbürgern vertrauen den deutschen Streitkräften. Auf der Vertrauensskala nimmt die Bundeswehr neben der Polizei einen Spitzenplatz ein.
Die meisten Auslandseinsätze der Bundeswehr werden von der Mehrheit unterstützt. Das Vertrauen in die Bundeswehr stellt die wichtigste Akzeptanzgrundlage dar und kompensiert vorhandene Informationsdefizite hinsichtlich der Auslandseinsätze.
Keine Mehrheit für Abzug
Die Zustimmung der Bevölkerung zum ISAF-Einsatz der Bundeswehr ist zurückgegangen: Bei der Befragung am Jahresende 2009 stimmen 50 Prozent der Bevölkerung der Beteiligung der Bundeswehr am Afghanistan-Einsatz zu. Im Vorjahr waren es noch 64 Prozent. Die Auswirkungen des Bundeswehreinsatzes auf die Sicherheitslage und die Lebensbedingungen im Einsatzland werden mehrheitlich positiv bewertet.
Die Bevölkerungsmehrheit vertritt eine positive Einstellung zur Wehrpflicht.
Sechs von zehn Bundesbürgern sprechen sich für den Erhalt der Wehrpflicht in Deutschland aus. Der Anteil der Befürworter der Wehrpflicht ist in den letzten Jahren nahezu unverändert geblieben.
mehr Informationen ...
Buchpräsentation „Friedensethik und Sicherheitspolitik“
Strausberg, 12.02.2010.
Am 10. Februar 2010 luden der Evangelische Militärbischof Dr. Martin Dutzmann und der Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr, Professor Dr. Ernst-Christoph Meier, zur gemeinsamen Präsentation des Buchs „Friedensethik und Sicherheitspolitik. Weißbuch 2006 und EKD-Friedensdenkschrift 2007 in der Diskussion“ in die Räume des Evangelischen Kirchenamts nach Berlin ein. Zu diesem Anlass fanden sich ausgewählte Vertreter aus Politik, Religion, Wissenschaft und Bundeswehr in der Jebenstraße ein.
Die Buchpräsentation wurde eingeleitet durch den Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts, Prof. Dr. Meier, der das Buch vor allem in dem Zusammenhang eines immer noch andauernden „Lernprozesses“ in Deutschland über das sicherheitspolitische Engagement Deutschlands und dessen internationalen Aufgaben stellte. Ihm folgte ein Grußwort durch den Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam, Generalleutnant Rainer Glatz. Anschließend stellte Frau Prof. Dörfler-Dierken als Herausgeberin das Werk vor, bevor Bischof Dr. Dutzmann das Buch und seine Zielsetzung eines friedensethisch-sicherheitspolitischen Dialogs würdigte.
weitere Informationen ...




















